"Hoffnung" © Ahmad Tavakkoli & Joachim Koetzle

Vernissage zur Ausstellung „Orient und Oxident“ – Ein Dialog

Beschreibung

Persische Kalligraphie von Ahmad Tavakkoli und Fotografien von Joachim Koetzle.

Zur Vernissage sind Sie herzlich eingeladen. Mit musikalischer Begleitung und einer Führung durch die Ausstellung (bis 30. Juni 2026).

Ahmad Tavakkoli befasst sich seit 2005 mit der technischen Umsetzung von persischer Kalligraphie auf Keramik. Werke von Lyrikern, Philosophen und Mystikern wie Jalal-e-Din Mohamad Molavi „Rumi“ und Hafis ziehen seit Beginn des 13. Jahrhunderts Denker und Dichter in ihren Bann und gehören zum Weltkulturerbe. Goethes „West-Östlicher Diwan“ wurde von den Werken (Diwan) Hafis inspiriert. Tavakkoli ist fasziniert von der tiefsinnigen Lyrik dieser und weitere Texte berühmter Mystiker und Philosophen, die sowohl persische, als auch Weltliteratur geprägt haben. Mittels persischer Kalligraphie hat Tavakkoli Bilder zu diesen Texten auf Keramikplatten komponiert. Diese Technik ist tief verwurzelt in der persischen Kultur.

Joachim Koetzle setzte sich intensiv mit den poetischen und philosophischen Texten der persischen Schriftsteller, die für die Ausstellung vorgesehen waren, auseinander. Die sehr reduzierten Texte fotografisch umzusetzen stellten eine Herausforderung dar. Bei der Auswahl der Fotografien ließ er sich sowohl von formal ästhetischen Überlegungen als auch von seiner Intuition leiten. Sein Ziel war es einen Ausdruck zu finden, der den Tafeln gerecht wird, und den betrachtenden Spielraum für eigene Interpretationen lässt.

Ahmad Tavakkoli, geb. in Teheran / Iran. Er studierte u.a. Architektur und Kulturwissenschaften an der Uni-Bremen, qualifizierte sich zum digitalen Mediengestalter (Bild und Ton) und machte eine Ausbildung zum Fernsehjournalisten. Er ist auch Dozent für Medienpraxis.

Joachim Koetzle, geb. 1955 in Ulm. Anfang der siebziger Jahre erste Fotoarbeiten für das Ulmer Theater und die örtliche Presse. 1976 Umzug nach Berlin und Besuch der Berufsfachschule für Fotografie „Lette Verein“. Nach der Ausbildung zum Fotografen Tätigkeit für Filmproduktionen in Berlin. 1982 Umzug nach Bremen und Beschäftigung als Werbefotograf. 1996 Anstellung als Fotograf im Schulmuseum Bremen, 1998 dann Wechsel ins Staatsarchiv Bremen. Neben den Festanstellungen Arbeiten für freie Theatergruppen, Museen, diverse Auftraggeber, kleinere Einzelausstellungen und Buchproduktionen im Selbstverlag. Seit 2021 in Rente. Fotoprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Sichtung des in 50 Jahren aufgebauten Bildarchivs.

Wo und wann

Do, 07.05.2026 ab 18:00
Zentralbibliothek
Krimibibliothek im 2. OG

Kostenlose Veranstaltung