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Lebenslanges lernen – alles inklusive?!

Eine Veranstaltungsreihe der Stadtbibliothek Bremen in Kooperation mit dem Referat für Weiterbildung der Senatorin für Kinder und Bildung sowie dem Landesbehindertenbeauftragten. Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

Lebenslanges Lernen heißt auch außerhalb von Schule und Beruf neugierig zu bleiben und den Anschluss zu behalten. Doch nicht alle Angebote sind für Menschen mit Behinderung zugänglich oder sprechen Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen an. Wir wollen erfahren, welche Barrieren es bei Veranstaltungen und Seminaren/Kursen konkret gibt und wie wir sie künftig verhindern oder zumindest verringern können.

Die Veranstaltungsreihe besteht aus fünf Workshops. Die Teilnahme an allen Workshops ist kostenlos. Die Workshops sind nicht aufeinander aufbauend. Man kann an allen Workshops teilnehmen oder gezielt nur einzelne Workshop-Themen wahrnehmen. Und natürlich können auch unterschiedliche Personen aus einer Einrichtung teilnehmen, z. B. wenn die fachlichen Zuständigkeiten auf mehrere Köpfe verteilt sind.

Zielgruppe für die Workshops

•    Mitarbeitende der Weiterbildung / der Weiterbildungseinrichtungen im Land Bremen
•    Mitarbeitende der Stadtbibliotheken im Land Bremen
•    Vertreter:innen von Beratungsstellen, Landesteilhabebeirat, Selbsthilfegruppen und Wohlfahrtsverbänden im Land Bremen. Eine Anmeldung im Tandem mit Selbstvertreter:innen ist möglich – wir bitten aber um Verständnis, dass die Inhalte (noch) nicht in vereinfachter Sprache sein werden.

 

Auftaktveranstaltung mit Raúl Krauthausen

Raúl Krauthausen eröffnete die Workshop-Reihe mit einem ermutigenden und bewegenden Vortrag: Wie kann Inklusion auch beim lebenslangen Lernen gelingen? Der Vortrag steht als Aufzeichnung mit Untertitel zur Verfügung: 

 

Abschlussveranstaltung

Die Organisator:innen der Veranstaltung fassen die Ergebnisse der 5 Workshops zusammen und geben einen Ausblick, wie es beim „Lebenslangen Lernen“ in Bremen weitergeht.


Eine Box vor einem Teppich

Workshop 1
Zugänge schaffen und Teilhabe ermöglichen: Räumlich und in der Ansprache Barrieren vermeiden

Als Einstieg erfahren Sie alles Wissenswerte rund um Sprache und Bildsprache zu Behinderung. An Beispielen üben Sie, welche Wortwahl einladend ist und mit welchen Bildern wir eine offene, wertschätzende Haltung kommunizieren. Im Hauptteil des Workshops geht es dann konkret um Ihre Einrichtung: Welche Mittel und Wege gibt es, diese barrierefreier und inklusiver zu gestalten? In kleinen Gruppen identifizieren Sie Barrieren selbst und bekommen Werkzeuge an die Hand, wie Sie diese beseitigen können.

Workshopleitung: Judyta Smykowski (Sozialhelden e.V.)

Judyta Smykowski leitet im Sozialhelden e.V. die Redaktion des Online-Magazins und des Podcasts "Die Neue Norm" sowie die Redaktion von Leidmedien.de. Im Rahmen ihrer Arbeit bei Leidmedien berät sie Journalist*innen und Filmschaffende zur klischeefreien Sprache und zu Erzählweisen für behinderte Menschen. Außerdem sensibilisiert sie für Barrieren on- und offline.

Zusammenfassung des Workshops und der Ergebnisse

>> Zugänge schaffen und Teilhabe ermöglichen 

 


Eine Box vor einem Whiteboard mit einer Glühbirne darauf

Workshop 2
Voneinander lernen: Gute Praxisbeispiele inklusiver Bildungsangebote aus Bremen

Kunst & Kultur, Sport und Sprache machen es vor! Gelungene Praxisbeispiele inklusiver (Weiter-)Bildungsangebote aus Bremen werden in diesem Workshop vorgestellt. Die Beispiele zeigen praxisnah, wie Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam und/oder zielgruppenorientiert lernen. Anschließend erarbeiten Sie in Kleingruppen die Erfolgsfaktoren, Hindernisse und weitere eigene Umsetzungsschritte für Ihre inklusive Praxis.

Es stellen ihre Angebote vor: Blaumeier Atelier, Landessportbund Bremen, Partitätisches Bildungswerk und Martinsclub.

Zusammenfassung des Workshops und der Ergebnisse

>> Präsentation Martinsclub Bremen
>> Präsentation Paritätisches Bildungswerk
>> Voneinander lernen - Gute Praxisbeispiele 


Eine Box mit einem Tablet, im Hintergrund Bücher

Workshop 3
Digitalisierung: Barrieren im digitalen Raum (er)kennen und künftig vermeiden

Digitalisierung bietet Chancen für inklusives lebenslanges Lernen – doch auch im digitalen Raum gibt es Barrieren. Diese Barrieren zu kennen, ist der erste Weg, sie künftig zu vermeiden. Konkret geht es im Workshop um Websites und Social Media, aber auch um Videokonferenzdienste bis hin zu barrierefreien Dokumenten. Sie bekommen vielseitige Einblicke in digitale Hürden und Lösungen, und arbeiten in Kleingruppen an eigenen Fragestellungen.

Workshopleitung: Ulrike Peter von der Zentralstelle für barrierefreie Informationstechnik beim Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen

Zusammenfassung des Workshops und der Ergebnisse:

>> Hier finden Sie das Padlet 
>> Präsentation Digitale Barrierefreiheit


Eine Box mit verschiedenen Präsentationsmaterialien

Workshop 4
Angebote und Veranstaltungen von Anfang an inklusiv konzipieren 

Im Mittelpunkt dieses Kurses stehen die vielfältigen Möglichkeiten der Didaktik und Methodik für Erwachsene. Welche Methoden eignen sich besonders für inklusive Angebote, wie müssen Inhalte und Vermittlung gestaltet werden, damit auch Menschen mit Lernschwierigkeiten davon profitieren? Ergänzend ist es wichtig, schon die Ankündigung verständlich zu formulieren und sich auf einfache Weise auszudrücken. Klingt selbstverständlich? Ist im Alltag aber manchmal schwieriger, als man denkt. Die Bamberger Referent:innen ermöglichen uns einen Blick über den Tellerrand und zeigen uns Strategien, die ihre Kooperation schon seit mehreren Jahren erfolgreich macht und sich gleichzeitig auf alle Themen übertragen lässt. Nach den jeweiligen Inputs arbeiten Sie in Kleingruppen und probieren die verschiedenen Methoden an Ihren eigenen Angeboten und Ankündigungen aus. 

Geleitet wird der Workshop von zwei Mitarbeiterinnen der Offenen Behindertenarbeit, dem Kooperationspartner der Volkshochschule Bamberg, und Vertreter*innen des VHS-Rates.

Workshopleitung: Melanie Bernt studierte Pädagogik (B.A.) in Bamberg und Gerontologie (M.Sc.) in Nürnberg. Nach dem Studium sammelte sie mehrere Jahre Berufserfahrung als Leitung des Sozialdienstes in stationären Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen. Dann wechselte sie 2020 zur Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg e.V.. Dort ist Frau Bernt für den Bereich "Aktion - Bamberg inklusiv" zuständig. Hierzu zählen nicht nur die inklusiven VHS-Kurse, sondern auch Einzelvermittlungen in Vereine oder die inklusiven Ferienprogramme von Stadt und Landkreis Bamberg. Besonders gefallen Frau Bernt die individuellen Vermittlungen zu Angeboten.

Johanna Heim studierte in Bamberg Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung. Nach ihrem Musikpädagogik-Master konnte sie dann bei der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg in ihr Berufsleben starten. Die Bereiche Erwachsenenbildung von und mit Menschen mit Lernschwierigkeiten, Kultur und die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung liegen ihr dabei besonders am Herzen.

Zusammenfassung des Workshops und der Ergebnisse:

>> Hier finden Sie das Padlet 
>> Arbeitsblätter: Angebote inklusiv konzipieren
>> Präsentation: Angebote inklusiv konzipieren


Zeichnung von drei Boxen, die einen grünen Strich malen

Workshop 5
Geld spielt (k)eine Rolle: Fördermöglichkeiten kennen und nutzen

Chancengleichheit bei der Inklusion ist manchmal mit Kosten verbunden. In diesem Workshop lernen Sie Fördermöglichkeiten kennen, beispielsweise für barrierefreie Umbaumaßnahmen. Geplant ist, dass Sie in Kleingruppen beispielhaft Anträge skizzieren und diese anschließend gemeinsam besprechen.

Vorstellung des Förderprogramms von Aktion Mensch (Nelli Riediger und Anja Incani)

Zusammenfassung des Workshops und der Ergebnisse:

>> Mikroförderung 
>> #1BarriereWeniger